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(Fotoquelle Banner: Marvin Siefke / pixelio.de)

 

Pressemitteilungen

AÖW Symposium 2008: Eine Welt – unser Wasser
10 Sep 2008
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München 
Wasser ist Menschenrecht, eine Forderung, die angesichts der Verhältnisse in Deutschland nicht sofort einsichtig erscheint. Weltweit haben aber 1.2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu ausreichender Wasserversorgung und die Vereinten Nationen haben 2008 zum International Year of Sanitation ausgerufen, weil die sanitäre Versorgung und eine sichere Abwasserbeseitigung vor allem in vielen Städten außerhalb Europas nur als katastrophal bezeichnet werden kann.

Das Symposium der AöW nimmt sich der Fragen an, die sich aus der Globalisierung dafür ergeben. Die ambivalenten Entwicklungen, fast unge¬bremstes Bevölkerungswachstum und zunehmende Wasserknappheit in Entwick¬lungsländern einerseits und Schrumpfung verbunden mit Rückbau in den Industrieländern andererseits, führen zu ähnlichen Fragestellungen: wer kontrolliert die lebensnotwendigen Ressourcen, wer sorgt für nach¬haltigen Umgang und Schutz der natürlichen Umwelt und wer stellt den ungehinderten Zugang zum Wasser sicher.

Dahinter steckt auch die Frage, ob unser aller Lebensgrundlage bei international operierenden Konzernen besser aufgehoben ist oder ob die lokale und regionale Bewirtschaftung unter öffentlicher Kontrolle für Sicherheit, Gerechtigkeit und Zugang für Alle sorgt. Die deutschen und größtenteils auch europäischen und nordamerikanischen Erfah¬rungen mit der öffentlichen Wasserwirtschaft sind durchweg positiv. Wasser in Bürgerhand hat sich bewährt in der Sicherheit von Versorgung und Entsorgung, setzt hohe Qualitätsmaßstäbe und hält die Kosten in angemessenen Größenordnungen. Die regional und lokal organisierte Branche reagiert schnell und zuverlässig auf strukturelle Ver¬änderungen, sichert die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressourcen und bewahrt die Umwelt. Die Balance zwischen der Ver- und Entsorgung einerseits und dem Schutz unserer Umwelt wird nirgendwo besser gelöst als in Deutschland mit seiner überwiegend öffentlichen Wasserwirtschaft.

Zu den Referenten des ersten Tages gehören die international angesehendsten Expertinnen und Experten für die Fragen von Globalisierung und Ressourcen. Prof. Josef Stiglitz ist als Nobelpreisträger besonders hervorgetreten als Kritiker der Folgen der Globalisierung für die Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika, die um ihren Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung kämpfen. Prof. Saskia Sassen gilt als die weltweit führende Expertin für die Entwicklung unserer Städte 

in ihren vielfältigen Ausprägungen, vom weiterhin ungebremsten Wachstum mit allen Mangelerscheinungen in der Versorgung bis hin zu Bevölkerungs¬rückgang und Aufgabe von Infrastruktur. Die Vereinten Nationen haben Wasser und Sanitation ganz oben auf die Agenda gesetzt. Prof. Janos Bogardi wird dazu berichten und vor allem darauf eingehen, wo Klimawandel und verändertes Wirtschaften als Folge der Globalisierung zu eklatanten Versorgungsengpässen führen oder diese sogar noch ver¬schärfen. Das Wasser nicht nur als Mangel, sondern zunehmend auch als Auslöser von Katastrophen in Erscheinung tritt, wird uns fast täglich mit neuen Meldungen über Hochwasser, Über¬schwemmungen und Orkanen bewusst. Thomas Loster, Experte der Versicherungswirtschaft von der Münchner Rück, weist in seinem Beitrag zu global Water Hot Spots auch darauf hin.

Die Veranstaltung wird eröffnet vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, Christian Ude, der als Präsident des Deutschen Städtetages und leidenschaftlicher Kommunalpolitiker für die öffentliche Daseinsvorsorge und eine sichere, gute und günstige Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand eintritt.

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Einrichtungen der Wasserwirtschaft in Deutschland. Für Städte wie München, Köln, Stuttgart, Freiburg, Kassel, Frankfurt oder Nürnberg, für Wasserverbände wie den Deut¬schen Bund der verbandlichen Wasserwirtschaft mit seinen Landesverbänden, sonder¬gesetzliche Verbände in Nordrhein-Westfalen und Wasser- und Abwasserverbände in ganz Deutschland bringt der Verband die Leistungen der öffentlichen Wasserwirtschaft auf die Tagesordnung der politischen Gremien und in die Öffentlichkeit. Im Rahmen der Daseins¬vorsorge muss die öffentliche Kontrolle über die wichtigsten Lebensgrundlagen gegen Privatisierungswahn und ungehemmte Regelungswut von allen Ebenen der staatlichen und europäischen Ebenen geschützt werden. Es geht dabei auch um die Zukunft der kommunalen Selbstverwaltung, dem wichtigsten Erbe des bürgerschaftlichen Engagements in Deutschland.

Zuletzt geändert am: 24 Feb 2013 um 8:33 am

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