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Unkonventionelle Erdgasförderung oder Fracking


Gefahren für das Grundwasser

„Fracking“ ist eine Bezeichnung für „Hydraulic Fracturing. Es ist ein Verfahren, in dem mit hohem Druck Wasser mit Sand und chemischen Beimengungen durch Bohrlöcher in den Untergrund gepresst wird. Damit wird das in tiefen Schichten in Gesteinsporen eingeschlossene „unkonventionelle Erdgas“ über die Bildung von Rissen und Klüften gelöst. Danach kann es gefördert werden.

Die verwendeten Chemikalien hängen von den örtlichen Gegebenheiten ab. Es ist jedoch bekannt, dass auch wassergefährdende, krebserregende und kennzeichnungspflichtige Chemikalien zum Einsatz kommen. Außerdem fallen mit dem bei der Förderung zurückströmenden Wasser (Flowback) große Mengen von stark belastetem Abwasser an. 


 

Derzeit befinden sich die Verfahren in Deutschland noch in der Erkundungsphase. Allerdings haben schon einige internationale Unternehmen aus der Gasförderbranche Anträge für Genehmigungen zur Erkundung bei den zuständigen Behörden gestellt, zum Teil auch bereits Aufsuchungserlaubnisse erhalten und mit dem Fracking begonnen.

Aufgrund von Protesten aus der Bevölkerung, der Wasserwirtschaft und von Kommunen wurden die meisten Erkundungsversuche derzeit eingestellt. 

Aus den USA, wo das Verfahren seit Jahren angewandt wird, sind Verunreinigungen von Trinkwasser, Korrosionsschäden an Industrieanlagen durch stark belastetes Abwasser aus den Förderanlagen und bei sommerlichen Hitzewellen mit Wassermangel Nutzungskonflikte mit der Wasserversorgung und der Landwirtschaft bekannt.

Das Land Nordrhein-Westfalen und das Umweltbundesministerium haben umfangreiche Studien zum Verfahren und zur Belastung der Umwelt und der Bevölkerung in Auftrag gegeben. Mit Ergebnissen wird im Herbst 2012 gerechnet.

Die Erkundung und insbesondere später die Förderung von unkonventionellen Erdgasvorkommen bergen durch die Rissbildung und mögliche Verwerfungen der Untergrundschichten Gefahren für das Grundwasser durch das Aufsteigen der Frackflüssigkeiten oder aus dem Untergrund gelöste Schwermetalle. Für die Entsorgung des Abwassers gibt es noch keine zufriedenstellenden Verfahren.  

Auch ist zu befürchten, dass nachhaltige Wasserwirtschaft unmöglich gemacht wird und der erreichte hohe Standard beim Grundwasserschutz zu Lasten nächster Generationen auf dem Spiel steht.

Deshalb fordern die AöW und ihre Mitgliedsverbände auch hier den Vorrang für den Grundwasserschutz.   

Am 24. Juni 2016 hat der Bundestag ein Regelungspaket zum Fracking beschlossen. Voraussichtlich am 8. Juli wird der Bundesrat auch darüber abstimmen.

Mehr dazu unter https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2016/kw25-de-fracking/429014 

Hier das Protokoll der Bundestagssitzung
Das Thema Fracking wird auf den Seiten 17790 – 17809 und 17871-17877 behandelt.

 

 

Stellungnahmen und Positionen

Beiträge aus der Presse

Weiterführende Links und Informationen

 

Stellungnahmen und Positionen 

 

Trinkwasser ist öffentliche Daseinsvorsorge

Zu einem Gesprächstermin trafen Vertreter der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. (AÖW), Frau Christa Hecht und Herr Dr. Durmus Ünlü, mit dem kommunalpolitischen Sprecher der SPD- Bundestagsfraktion Bernhard Daldrup zusammen. „Wasser ist mit das wichtigste Lebensmittel“, so Daldrup, der die Wasserver- und Abwasserentsorgung deshalb als Kernbestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge betrachtet. Das heißt, dass sauberes Trinkwasser nicht zur Ware werden darf, sondern allen Menschen gleichermaßen zu Verfügung stehen muss: „Dies ist Aufgabe öffentlicher Unternehmen, eingebettet in die kommunale Selbstverwaltung.“

Inhalte des Gespräches waren somit auch unmittelbar mit der Wasserversorgung zusammenhängende Themen:
Zum einen das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP, zum anderen die umstrittene Risikotechnologie Fracking. Daldrup konnte zum Verhandlungsstand des TTIP Abkommens mitteilen, dass insbesondere aufgrund des Drucks sozialdemokratischer Parteien in Europa Wasser als Element der Daseinsvorsorge aus den Verhandlungen ausgeklammert wurde – zweifelsfrei ein großer Erfolg.  Die AöW-Vertreter betonten, dass es in den konkreten Regelungen von Freihandelsabkommen auch einen wirksamen Schutz der Daseinsvorsorge geben muss. Deshalb unterstützen sie die Forderungen nach einer sogenannten Positivliste.

Fracking ist momentan Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen mit dem Koalitionspartner CDU/CSU. Daldrup versicherte seinen Einsatz zur Ausweitung des Gewässer- und Trinkwasserschutzes in der geplanten Regulierung. Entsprechende Gesetzesvorlagen müssten – wenn sie voraussichtlich in der übernächsten Sitzungswoche vorliegen – penibel geprüft werden.
 

Gemeinsame Pressemitteilung: Unser Wasser - wie lange noch Quelle des Lebens und der Gesundheit?


Gemeinsame Pressemitteilung von DHV und AöW: Wasserversorger, Abwasserbetriebe, Wasserverbände, Heilbäder und Kurorte, Kur- und Badeärzte sowie Wissenschaftler aus dem Heilbäderwesen appellieren erstmals gemeinsam an die Bundestagsabgeordneten, die Wasserressourcen wirksam vor Verunreinigungen durch Fracking zu schützen.

PDF-Download: AöW-Stellungnahme vom 4.6.2015 zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung wasser- und naturschutzrechtlicher Vorschriften zur Untersagung und zur Risikominimierung bei den Verfahren der Fracking-Technologie
 

Gemeinsame Pressekonferenz zu Fracking mit Bundestagsabgeordnetem Frank Schwabe

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Castrop-Rauxel äußerten AöW und Bundestagsabgeordneter Frank Schwabe ihre Bedenken zum umstrittenen Fracking.

 

v.l.n.r.: AöW-Vizepräsident Prof. Dr. Lothar Scheuer, AöW-Geschäftsführerin Christa Hecht, SPD-Bundestagsabgeordneter Frank Schwabe

Foto: Fritsch/Ruhr Nachrichten

 

Fünf Fracking-Legenden durchleuchtet 
 

  • Legende 1: Fracking wird seit 30 Jahren problemlos in Deutschland angewandt.
  • Legende 2: In den USA wird Fracking weiträumig problemlos angewandt
  • Legende 3: Gefrackt wird nur noch ohne gesundheits- und umweltschädliche Chemikalien.
  • Legende 4: Die Entsorgung des beim Fracking anfallenden Abwassers ist problemlos möglich.
  • Legende 5: Die Risiken beim Fracking sind beherrschbar. 

Lesen Sie hier das vollständige AöW-Papier.
 

AöW-Pressemitteilung „Chemiecocktail gefährdet Trinkwasser“ vom 07.05.2015

PDF-Download: AöW-Positionspapier zum Thema Fracking

PDF-Download: Positionspapier des Wasserverbandstages 

Verbände und Organisationen aus unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft haben in einer Pressemitteilung vom 23.03.2015 den von der Bundesregierung vorgeschlagenen Rechtsrahmen zur Förderung von Erdöl und Erdgas durch Fracking scharf kritisiert. Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung

PDF-Download: AöW-Stellungnahme vom 22.01.2015 zu den Referentenentwürfen zur Änderung wasser-, naturschutz- und bergrechtlicher Vorschriften zur Untersagung und zur Risikominimierung bei den Verfahren der Fracking-Technologie und anderen Vorhaben (Regelungen zur Anwendung der Fracking-Technologie) Az.: WR I 2 – 21111/8, IVB1-33303/17#004 

AöW - Pressemitteilung: Ablehnung des Bundestages von schärferen Regeln für Fracking bedauerlich

PDF-Download: Stellungnahme der KOWA SH zur unkonventionellen Förderung von Kohlenwasserstoffen in Schleswig-Hostein 

AöW-Pressemitteilung vom 21.05.2013: AÖW zur Fracking-Diskussion:  Gewässerschutz ernst nehmen und vorrangig beachten!

PDF-Download: AöW-Stellungnahme zur Konsultation zu unkonventionellen fossilen Brennstoffen (z. B. Schiefergas) in Europa vom 15.03.2013 

PDF-Download: Pressemitteilung "Frackingverbot in Wasserschutzgebieten reicht an der Ruhr nicht aus" des Ruhrverbandes vom 6.3.2013 

PDF-Download: „Einschätzung der Schiefergasförderung in Deutschland", Umweltbundesamt 

AöW-Pressemitteilung vom 17.12.2012: AöW begrüßt den Beschluss des Bundesrates zur Umweltverträg­lichkeitsprüfung vor Frackingmaßnahmen

PDF-Download: Anschreiben der AöW vom 12.12.2012 an die Bundestagsabgeordneten mit Forderungen nach schärferen Regeln und Vorschriften für Fracking 

PDF-Download: Ergänzende AöW Stellungnahme vom 02.10.2012 
 
PDF-Download: AöW-Stellungnahme vom 29.08.2012 zur Anhörung durch den Ausschuss für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Hessischen Landtags zu Fracking in Nordhessen 

Die Erkundung und Förderung von unkonventionellen Erdgasvorkommen birgt Gefahren für das Grundwasser und das Risiko, dass der erreichte hohe Qualitätsstandard der Wasserversorgung zu Lasten nächster Generationen gefährdet wird.

PDF-Download: Vollständiges AöW-Positionspapier vom 04.01.2012

Beiträge aus der Presse

 

TV-Beitrag des MDR vom 24.02.2015

ECHT, Gespenst Fracking – Der Kampf um den Schatz im Boden (Interview mit Christa Hecht)

Radio Bremen TV, Wochenserie: "Wut am Bohrloch" Erdgasförderung in Niedersachsen

Papst spricht sich gegen Fracking aus (November 2013)

AöW-Stellungnahme auf Ship - Shale Gas Information Platform (Netzwerk aus Experten für Schiefergas)


(Fotoquelle Banner: Angelika Koch-Schmid / pixelio.de)







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