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Laugenversenkung

 

Jährlich leitet K+S einer der weltweit führenden Anbieter von kali- und magnesiumhaltigen Produkten für landwirtschaftliche und industrielle Anwendungen durch Verpressung sechs bis sieben Millionen Kubikmeter Salzlauge in den Erdboden. Als Verpressungsorte dienen dem Unternehmen dabei das hessische Philippsthal sowie das Gebiet Kleinensee/Bodesruh. Hiergegen ist noch eine Klage der Gemeinde Gerstungen anhängig. Lediglich in zwei Versenkbohrungen mit Namen Kleinensee wird nicht mehr versenkt. Bis 2007 zählte zu den Verpressungsorten außerdem auch Gerstungen in Thüringen dazu. 

 


Fotoquelle: thueringerblogzentrale.de 


Die bei der Salzgewinnung entstehende Salzlauge gelangt über das Grundwasser in die Werra, die deutlich überhöhte Salzkonzentrationen aufweist. Dies führt zu schwerwiegenden Problemen in der Wasserversorgung. Seit den 90er Jahren mussten im heutigen Gemeindegebiet von Gerstungen drei Brunnen außer Betrieb genommen werden und ein neu gebohrter Brunnen durfte im Jahr 2003 wegen der Gefahr der Versalzung gar nicht erst ans Netz gehen. Die benachbarten Orte der Verwaltungsgemeinschaft Berka/Werra müssen bereits seit Ende der 60er Jahre über eine Fernleitung versorgt werden.

Als Ursache für die Übersalzung verweist K+S vorwiegend auf geologische Gegebenheiten, während Kritiker diese eindeutig auf die Verpressung zurückführen.

Die Landtagsfraktionen der Linken in Thüringen und Hessen haben nun einen Stopp der Versenkung von Kali-Abwässern durch K+S gefordert. Der Konzern müsse umgehend das Eindampfverfahren „als sinnvolle, wertstoff- gewinnende und wesentlich kostengünstigere Alternative“ zum Bau einer Entsorgungs-Pipeline zur Nordsee prüfen. Der Vorschlag wurde von K+S jedoch als „nicht realisierbar“ zurückgewiesen.

 

Stellungnahmen und Positionen

Beiträge aus der Presse

Weiterführende Links und Informationen 


Stellungnahmen und Positionen
 

Einheitsgemeinde Gerstungen, PM v. 22.03.2016 zum Tag des Wassers, Masterplan K+S: Schluss mit der Versenkung spätestens Ende 2016

Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, Siegesmund: Salzbelastung der Werra bis 2027 halbieren

 

Das Land Hessen plant einen öffentlich-rechtlichen Vertrag mit K+S zur Salzwasser-Entsorgung im Raum Werra und Weser. Für Umwelt-, Natur- und Gewässerschutz ist das äußerst problematisch.

PDF-Download: Antwortschreiben des hessischen Umweltministeriums vom 06.11.2014

PDF-Download: Offener Brief der AöW vom 13.10.2014 an die hessische Umweltministerin 

Weitere Positionen zum Thema:

PDF-Download: Pressemitteilung der Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V. vom 29.09.2014
„Grüne Umweltministerin stellt ihren Sechzigjahresplan vor" 

PDF-Download: Pressemitteilung des Hessischen Umweltministeriums vom 29.09.2014 „Dauerhafte Lösung für Salzabwasserproblematik in Werra und Oberweser" 

PDF-Download: Stellungnahme der Gemeinde Gerstungen „Sind die Grünen noch grün?" 

PDF-Download: Antrag der Fraktion DIE LINKE im Hessischen Landtag betreffend Umweltschmutz statt Umweltschutz - Sechzigjahresplan der Hessischen Landesregierung zur Versalzung von Werra und Weser gefährdet Arbeitsplätze in der hessisch-thüringischen Kaliindustrie

 

Memorandum: Wege zu einer umweltverträglicheren Kaliindustrie

Der Geologe Ralf Krupp hat ein Memorandum zu einer umweltverträglicheren Kaliindustrie verfasst. Er sieht sich dazu veranlasst, weil aus seiner Sicht die bisherigen Bemühungen nicht die erforderliche Wirkung entfaltet haben.

Insbesondere die mehrjährige Tätigkeit des Runden Tisches droht ins Leere zu laufen, nachdem die Leitung zusammen mit ihrer wissenschaftlichen Begleitung kürzlich im Alleingang am Plenum vorbei nicht autorisierte Stellungnahmen mit unzutreffenden und nicht substantiierten Schlussfolgerungen abgegeben hat. Fast zeitgleich hat K+S Vorstand Steiner verkündet, neue Anträge für eine Kaliabwasserversenkung in den Plattendolomit und die Einleitung in die Werra zu stellen.

Mit der Veröffentlichung dieses Memorandums verbindet Ralf Krupp die Hoffnung und Absicht, weitere Schäden von unserer Umwelt, unseren Ressourcen und unserer Volkswirtschaft abzuwenden, die insbesondere kommende Generationen schwer belasten werden. Juli 2014

PDF-Download

Ausführliche Informationen zum Thema auf der Homepage "Wasser in Not"

Weiterführende Links und Informationen


PDF-Download: Präsentation der Gemeinde Gerstungen, Belastung des Grundwassers durch den Kaliabbau vom 07.05.2014 

PDF-Download: Präsentation von Herrn Ulf Frank (Gemeindewerke Gerstungen) und RA Alexander Reitinger, Praktische Erfahrungen als Trinkwasserversorger mit der Untergrundspeicherung - Verpressung von Salzwasser der Kaliproduktion in saline Aquifere 

Model der Laugenversenkung in der Gerstunger Mulde

 

Meldungen aus Fernsehen, Radio und Zeitungen

ZDF, Abenteuer Wissen | Segen und Fluch des Weißen Goldes – 17.02.2010
 

Quellen:

europaticker: K+S verzichtet auf weitere Versenkung von Salzabwässern in der thüringischen Region Gerstungen, 04.03.2011

EUWID: Umweltpolitiker und Anrainerkonferenz für Eindampfungsverfahren für Kali-Abwässer, 28.01.2014


Fotoquelle Banner: Löwenzahn / pixelio.de








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