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AöW - Startseite Menschenrecht auf Wasser
 
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Menschenrecht auf Wasser

Am 28. Juli 2010 hat sich die Generalversammlung der Vereinten Nationen ausdrücklich zum Menschenrecht auf Wasser bekannt. Das Recht auf sauberes Trinkwasser und auf eine sanitäre Grundversorgung wird darin als ein zentrales Menschenrecht aufgefasst, ohne das alle anderen Menschenrechte nicht realisiert werden können.  

Fotoquelle: Katharina Wieland Mueller / pixelio.de

Menschenrecht auf Wasser und die Entwicklungszusammenarbeit - Die Sicht der Organisationen für Wassergerechtigkeit

Leo Heller, der UN Sonderberichterstatter zum Menschenrecht auf Wasser bereitet zwei Berichte vor:
Gleichstellung der Geschlechter und Entwicklungszusammenarbeit für die Verwirklichung des Menschenrechts auf Wasser und Sanitärversorgung .
Die fertigen Berichte werden die bestehenden Politiken und Richtlinien über die Menschenrechte sowie die Fortschritte bei der Umsetzung darstellen. Er ermutigte Organisationen der Zivilgesellschaft, einige Fragen zu beantworten.

Hier die Antwort von Water Justice Organisations
 

621 Organisationen, darunter auch die AöW, forderten im Mai 2015 die Vereinten Nationen auf, das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser und sanitärer Grundversorgung in den Eingangstext der Erklärung des Post-2015 Entwicklungsprogramms aufzunehmen.

In der Erklärung heißt es, dass trotz der Anerkennung des Menschenrechts auf Wasser durch die Vereinten Nationen 2010 nach fünf Jahren, weltweit  immer noch 1,8 Milliarden Menschen verunreinigtes Wasser trinken müssen wie eine UNICEF und WHO-Studie belegt. Darüber hinaus haben nach dieser Studie 2,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sanitärer Grundversorgung.

Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben sich verpflichtet, das Post-2015 Entwicklungsprogramm auf die Menschen in den ärmsten Regionen der Welt auszurichten. So muss die Wahrung des Menschenrechts auf Wasser und sanitärer Grundversorgung unerlässlich sein, so wie es als Grundlage für die Erreichung der weiteren Ziele einer nachhaltigen Entwicklung unerlässlich ist.

Nach diesem Protest heisst es nun in der Einführung zu der Post-2015 Entwicklungsagenda der UN unter Visionen: ... „Eine Welt, in der wir unser Bekenntnis zu dem Menschenrecht auf einwandfreies Trinkwasser und Sanitärversorgung bekräftigen, ..."

Und es gibt ein Ziel 6: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten.

PDF-Download: Text der Agenda in Deutsch

PDF-Download: Weitere Informationen zum Thema 


Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016

Die Neuauflage 2016 der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist ein erster wichtiger Schritt, um die Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung durch Deutschland umzusetzen.

Die AöW hat Ende Juli 2016 den Entwurf der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie kommentiert.

Am 11. Januar 2017 hat das Bundeskabinett die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen.

PDF-Download (Extern): Entwurf "Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie - Neuauflage 2016" v. 30.05.2016  

PDF-Download: AöW-Stellungnahme vom 29.07.2016 zum Bericht "Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie - Neuauflage 2016" (Stand: 30.05.2016)

PDF-Download (Extern): Die Bundesregierung, Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie - Neuauflage 2016, Kabinettbeschluss vom 11. Januar 2017


BMZ veröffentlicht Wasserstrategie

August 2017. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat im Juli 2017 die „BMZ Wasserstrategie“ veröffentlicht. Die BMZ-Wasserstrategie löst das Sektorkonzept Wasser aus dem Jahr 2006 ab. Hervorheben möchten wir die Aussagen zu den Versorgern.

Laut BMZ leistet die Wasserstrategie einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 sowie des Klimaabkommens. Sie dient als verbindliche Grundlage für Maßnahmen der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit und definiert Lösungsbeiträge für all diese Ziele.

Externer PDF-Download: BMZ Wasserstrategie – Schlüssel zur Umsetzung der Agenda 2030 und des Klimaabkommens, Juli 2017

 

WHO/UNICEF-Bericht zum Zugang zu sanitären Anlagen

WHO und Unicef haben ihren gemeinsamen Bericht über den Zugang zu sanitären Anlagen veröffentlicht. Aus der Pressemeldung geht hervor, dass die Millenniumsziele, wonach 77 Prozent der Menschen Zugang zu verbesserten Sanitäranlagen haben sollten, weiterhin nicht erreicht wurden. Derzeit würden lediglich 68 Prozent einen Zugang zu verbesserten Sanitäranlagen haben. Besonders benachteiligt seien weiterhin ländliche und unterversorgte Regionen.

Als zukünftige Herausforderungen werden folgende Punkte genannt: Investition in Aufklärungskampagnen und Zugangsmöglichkeiten für die Armen, damit der öffentliche Defäkation begegnet werden kann.


WHO/UNICEF Report, Meldung vom 30.06.2015, Limited Progress on Sanitation Threatens Gains from Improved Water Sources

PDF-Download: WHO/UNICEF Report, Progress on Drinking Water and Sanitation – 2015 update and MDG assessment

Stellungnahmen und Positionen

Beiträge aus der Presse

Weiterführende Links und Informationen


Stellungnahmen und Positionen

 

Wortwechsel
"Wir sind in einem Wettlauf mit der Zeit"


Dezember 2016. Die Kanadierin Maude Barlow kämpft an vielen Fronten für mehr Wassergerechtigkeit. Mit KfW-Chefökonom Jörg Zeuner diskutiert die Trägerin des Alternativen Nobelpreises über Wege aus der Wasserkrise.

 [Externer Link]

 [Foto: Wolfgang Schmidt]

Rede von Maude Barlow im Berliner Abgeordnetenhaus am 29. März 2017

 [Externer Link]

Every drop counts - discussion event with Maude Barlow

 [Externer Link]

Pressemitteilung des Berliner Wassertischs

Auf Initiative der Wasseraktivistin Dorothea Härlin vom Berliner Wassertisch fand am 29.3. 2017 im Berliner Abgeordnetenhaus ein Podium mit der weltweit bekanntesten Wasseraktivistin, Maude Barlow statt.

 [Externer Link]

 

15.10.2016
Interview: Prof. Dr. Silke Ruth Laskowski, Universität Kassel
Ist das Menschenrecht auf Wasser im Spannungsfeld von UN-Nachhaltigkeitszielen und Freihandelsabkommen zu verwirklichen?
Vortrag am 4. Mai 2016 auf der Veranstaltung der AöW in Nürnberg

Frau Prof. Silke R. Laskowski hat gegenüber der AöW in einem Interview ihren Vortrag vom 4. Mai 2016  auf der AöW-Jahresveranstaltung näher erläutert. Nach ihrer Auffassung wirken Freihandelsabkommen wie CETA und TTIP der Einhaltung der Verpflichtungen auf das Menschenrecht auf Wasser- und Sanitärversorgung entgegen. Insbesondere der exzessive Investitionsschutz ausländischer Investoren (indirekte Portfolioinvestition reicht aus) sei nicht an die Einhaltung der Menschenrechte durch die Unternehmen gebunden.

Das gesamte Interview vom 15.10.2016 kann hier abgerufen werden

PDF-Download

Die Präsentationsfolien zum Vortrag am 4. Mai 2016 auf der AöW-Veranstaltung in Nürnberg hier abrufbar PDF-Download

PDF-Download: weiteres Interview mit Prof. Dr. Silke Ruth Laskowski, Das Menschenrecht auf Wasser, durchgeführt von Christian Wißler, 2012 

Extern: Informationen über die Habilitationsschrift von Prof. Dr. Laskowski, Das Menschenrecht auf Wasser, Die rechtlichen Vorgaben zur Sicherung der Grundversorgung mit Wasser und Sanitärleistungen im Rahmen einer ökologisch-nachhaltigen Wasserwirtschaftsordnung, 2010

Tag des Wassers am 22. März 2015

Zum Weltwassertag fordern wir zusammen mit Vertretern von NGOs, Initiativen und der öffentlichen Wasserwirtschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung ein Verbot der Kommerzialisierung von Wasser sowie den sicheren Ausschluss von Wasser aus den TTIP-Verhandlungen.

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung

  

Themenbereich Right2Water
 

Weiterführende Links und Informationen

Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung auf der Seite des Auswärtigen Amts

Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung auf der Seite des Deutschen Instituts für Menschenrechte

PDF-Download: Maude Barlow zog Bilanz zu 5 Jahren nach dem UN-Beschluss zu Menschenrecht auf Wasser


Der Heilige Stuhl erarbeitet ein Dokument über den Zugang zu Trinkwasser als Menschenrecht

25.07.2017. Der Heilige Stuhl arbeitet an einem Dokument über den Zugang zu Trinkwasser als Menschenrecht, dies berichtete Radio Vatikan am 25. Juli. Das Papier soll der UNO dabei helfen, die stockende Umsetzung der Resolution 64/292 „Das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung“ wieder in Gang zu bringen. Das erarbeitete Dokument soll am 14. September vorgestellt werden.

Radio Vatikan, Meldung vom 25.07.2017, Vatikan arbeitet an Dokument über Wasser als Menschenrecht

Slowenien: Grundrecht auf Trinkwasser in Verfassung verankert

02.12.2016 Slowenien verankert als erstes Land in der EU das Recht auf Trinkwasser in seiner Verfassung. Am 17.11.2016 hat die slowenische Nationalversammlung einstimmig (bei Abwesenheit der Mitte-Rechts-Partei) für diese Ergänzung der Verfassung gestimmt. Nach dieser Ergänzung hat jeder ein Grundrecht auf Trinkwasser und Wasser soll nicht als Ware behandelt werden. Die Wasserressourcen werden als ein öffentliches Gut angesehen, welches durch den Staat bewirtschaftet wird und primär der nachhaltigen Versorgung mit Trinkwasser und Wasser für Haushalte dienen sollte. Der Staat hat das Trinkwasser direkt durch nicht-kommerzielle Dienstleister und in lokaler Selbstverwaltung breitzustellen.
Weltweit haben erst 15 Länder das Recht auf Trinkwasser in die Verfassung aufgenommen.

Regierung der Republik Slowenien, Pressemitteilung vom 18.11.2016, „High-level of water protection“

Alternatives Weltwasserforum 2015 in Daegu

Die koreanischen Gewerkschaften, die der Internationalen der Öffentlichen Dienste (IÖD) und dem Europäischen Gewerkschaftsverband für den öffentlichen Dienst (EGÖD, englisch EPSU) angeschlossen sind, haben am 13. und 14. April 2015 ein Alternatives Wasserforum als Gegenpol zu dem von privaten Wasserunternehmen dominierten Weltwasserforum in Daegu in Südkorea organisiert.

Aus Europa gehen die besten Grüße für ein erfolgreiches Treffen zur Verteidigung der öffentlichen Wasserwirtschaft an das Alternative Wasserforum. Den vermeintlichen Lösungsmöglichkeiten der Probleme von immer noch mehreren Hundert Millionen Menschen auf der Welt ohne Zugang zu sauberem Wasser und zu sanitärer Grundversorgung durch eine Kommerzialisierung von Wasser ist eine klare Botschaft für das Gemeingut Wasser in öffentlicher Hand entgegen zu setzen. Das wird sicher in Daegu gelingen.


Siehe hierzu auch die Erklärung des European Water Movement

PDF-Download: Übersetzung in Deutsch

Alternatives Wasserforum 2012 in Marseille

"Qualifikation und berufliche Bildung im Wassersektior weltweit fördern"

► Presseinformation der DWA 20.06.2016 

Weltfriedensdienst Kampagne gegen Wasserraub


Der Weltfriedensdienst e.V. setzt sich seit 1959 für Frieden, Gerechtigkeit und die selbstbestimmte Entwicklung benachteiligter Gruppen ein.
Im Jahr 2014 wurde eine Kampagne gegen Wasserraub gestartet.

Lesen Sie hier mehr dazu

So können viele persönlich zum Schutz der Wasserressourcen beitragen

Zum Beispiel Trinkwasser aus dem Wasserhahn trinken

EPSU Bericht

PDF-Download: EPSU Bericht "Warum Wasser eine öffentliche Dienstleistung ist: Privatisierungsmythen entlarvt" (April 2012) oder auf der Homepage von EPSU

weitere Sprachen

Der Wasserrucksack PAUL 

 

Nach Naturkatastrophen steht die Versorgung der Menschen mit trinkbarem Wasser an vorderster Stelle. Bei Erdbeben oder Hochwasser sind die Versorgungssysteme oft zerstört oder zusammengebrochen, Brunnen und Flüsse mit Bakterien oder anderen Krankheitserregern verschmutzt.

Am Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft der Universität Kassel wurde eine einfache und geniale Lösung dafür entwickelt:

Hier finden Sie mehr Informationen zum Wasserrucksack PAUL

 

 Foto: Uni Kassel, FG SWW

 

Diskussion über Gemeingüter

Seit 2009 wird die Diskussion über Gemeingüter und der nachhaltige Umgang damit verstärkt geführt. Die US-amerikanische Politikprofessorin Elinor Ostrom†, hatte in 2009 für ihre Forschungen zur Allmende (Commons, Gemeingüter) den Wirtschaftsnobelpreis erhalten.

Die Einordnung des Umgangs mit unseren Wasserressourcen spielt dabei auch eine wichtige Rolle.

PDF-Download: Anregungen zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema

Der Gemeingüter-Report: Wohlstand durch Teilen, Heinrich-Böll-Stiftung

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen zu Gemeinschaftsgütern

 

Meldungen aus Fernsehen, Radio und Zeitungen


Am Samstag, 23.03.2013 sendete Deutschlandradio Kultur eine Live-Diskussion zum Thema "Wasser: Lebensmittel und Spekulationsobjekt".  




(Fotoquelle Banner: Augenauf / pixelio.de)







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